Philosophie

Etwas bauen, das heißt Verantwortung übernehmen. Für die Nutzer und Bewohner aber auch für Anrainer und Passanten. Egal ob ihm gewerblichen oder im privaten Nutzungsbereich: Ein Gebäude mag zwar nicht beweglich sein, aber es lässt uns niemals kalt und ist doch mit Leben gefüllt. Man kann es diesem Leben schwer machen, es beengen, ihm die Sicht versperren oder ihm mit den falschen Materialien die Luft zum Atmen nehmen. Oder man denkt schon bei der Planung an jene, die in einem Gebäude wohnen oder arbeiten müssen – und respektiert ihre Bedürfnisse.

Für uns heißt das, dass Form der Funktion folgen und dabei trotzdem überraschen muss. Dass strenge Bau-Auflagen manchmal noch nicht einmal streng genug für echtes Wohlbefinden und Sicherheit sind; weshalb wir sie freiwillig übertreffen müssen. Dass man bei der Wahl der Materialien und Methoden nicht auf den Taschenrechner schielen, sondern das große Ganze im Blick haben sollte. Dass die Ansprüche von Investoren ganz oft schon automatisch erfüllt werden, wenn man die Perspektive der späteren Bewohner einnimmt. Und dass es sich fast immer ökonomisch lohnt, wenn zuvor ökologisch gedacht wurde.

Wir bauen, weil wir Spaß daran haben, etwas zu schaffen, das Leben ermöglicht. Das schön anzusehen ist, aber trotzdem absolut praktisch ist. Das leicht in der Landschaft zu liegen scheint, und dennoch von Bestand ist. Im Laufe der Jahre haben wir viel dazugelernt und wissen immer besser, mit welchen Materialien und architektonischen Ideen aus einem Gebäude ein Organismus werden kann. In dem seine Bewohner und Nutzer geborgen sind und der mit seiner Umgebung möglichst in Symbiose tritt.